
Sakralbau
Peterskirche
Hinter der geschwungenen Barockfassade öffnet sich ein überraschend geschlossenes Raumkunstwerk aus Kuppelfresken, Marmor, Stuck und vergoldeten Altären. Der kompakte Zentralbau gehört zu den markanten Barockkirchen der Wiener Innenstadt.
Die Peterskirche entfaltet ihre Wirkung vor allem durch den Kontrast zwischen dem engen Petersplatz und dem hohen, elliptischen Kuppelraum. Die leicht konkave Fassade mit zwei Türmen führt in ein dicht ausgestattetes barockes Gesamtkunstwerk, an dem bedeutende Künstler des frühen 18. Jahrhunderts beteiligt waren. Im Zentrum steht das 1713 und 1714 von Johann Michael Rottmayr gemalte Kuppelfresko; Kanzel und weitere Teile der Ausstattung gehen auf Matthias Steinl zurück. Unter der Kirche liegt eine Krypta, während außen ein Relief von Rudolf Weyr an die legendäre Gründung durch Karl den Großen erinnert.
Was dieses Objekt besonders macht
Der elliptische Zentralraum wird von einer 56,8 Meter hohen Kuppel überfangen. Architektur, Fresken, Altäre und Skulpturen sind eng aufeinander abgestimmt und lassen den Innenraum deutlich größer erscheinen, als es die beengte Lage am Petersplatz erwarten lässt.
Geschichtlicher Hintergrund
Am Standort der heutigen Kirche befanden sich ältere Sakralbauten, deren Anfänge bis in die Spätantike zurückgeführt werden. Der mittelalterliche Bau wurde 1701 abgetragen; der barocke Neubau entstand unter Kaiser Leopold I. nach Planungen von Gabriele Montani und unter Mitwirkung beziehungsweise Überarbeitung weiterer Architekten, darunter Johann Lucas von Hildebrandt. 1708 wurde die Kirche erstmals genutzt, 1733 nach Abschluss der Arbeiten geweiht.
Darauf lohnt sich ein Blick
Besonders aufschlussreich sind Rottmayrs Kuppelfresko, die von Matthias Steinl entworfene Kanzel, der Hochaltar mit dem Gemälde von Martino Altomonte und das Rokokoportal mit den Figuren von Glaube, Hoffnung und Liebe.
Hier findest du den Peterskirche
Peterskirche, Wien
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