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Fotografiert vom Joggel
Denkmal

Pestsäule

Ein steinerner Wolkenberg ersetzt hier die klassische Säulenform: Die Pestsäule am Graben verdichtet Figuren, Wappen und religiöse Symbolik zu einem Hauptwerk des Wiener Barock. Sie erinnert an die Pestepidemie von 1679 und das Gelübde Kaiser Leopolds I.
Die Pestsäule wirkt weniger wie eine Säule als wie eine aufsteigende barocke Inszenierung. Über dem massiven Sockel mit den Wappen Österreichs, Ungarns und Böhmens türmen sich Figuren und Wolken bis zur bekrönenden Darstellung der Heiligen Dreifaltigkeit. Kaiser Leopold I. ließ das Monument nach der schweren Pestepidemie von 1679 errichten; aus einem hölzernen Provisorium entwickelte sich über mehrere Planungsstufen die heutige Gestalt. Das komplexe Gemeinschaftswerk, an dem unter anderem Matthias Rauchmiller und Johann Bernhard Fischer von Erlach beteiligt waren, wurde 1693 eingeweiht und prägte die weitere Entwicklung barocker Denkmalsäulen.

Was dieses Objekt besonders macht

Ungewöhnlich ist der Verzicht auf einen klaren Säulenschaft: Eine bewegte, nach oben schmaler werdende Wolkenpyramide trägt die Dreifaltigkeitsgruppe. Dadurch erscheint das Monument zugleich als Architektur und großformatige Skulptur.

Geschichtlicher Hintergrund

Nach der Pest von 1679 gelobte Kaiser Leopold I. die Stiftung einer Dreifaltigkeitssäule. Zunächst entstand noch im selben Jahr ein hölzernes Provisorium; 1687 wurde der Grundstein für das steinerne Monument gelegt, das 1693 eingeweiht wurde. Die lange Entstehung mit wechselnden Entwürfen und mehreren beteiligten Künstlern erklärt den vielschichtigen Aufbau.

Darauf lohnt sich ein Blick

Am Sockel sind die Wappen Österreichs, Ungarns und Böhmens zu erkennen. Darüber lohnt sich der Blick auf den knienden Kaiser, die dicht gestaffelten Engelsfiguren und den Übergang vom festen Unterbau in die scheinbar schwebende Wolkenzone.

Hier findest du das Pestsäule

Pestsäule, Wien

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