
Sakralbau
St. Augustin
Hinter der zurückhaltenden Fassade am Josefsplatz öffnet sich ein ungewöhnlich lang gestreckter gotischer Kirchenraum. Die Augustinerkirche ist zugleich Pfarrkirche St. Augustin und eng mit der Geschichte der Wiener Hofburg verbunden.
Die klare gotische Hallenkirche bildet einen auffälligen Gegensatz zu den repräsentativen Bauten der Hofburg, in die sie nahezu übergangslos eingebunden ist. Von 1634 bis 1918 diente sie als kaiserliche Hofpfarrkirche und war Schauplatz zahlreicher habsburgischer Trauungen. Zu den wichtigsten Kunstwerken zählt Antonio Canovas pyramidenförmiges Grabdenkmal für Erzherzogin Marie Christine, ein Hauptwerk klassizistischer Grabkunst. Weitere Besonderheiten sind die gotische Georgskapelle, die Herzgruft der Habsburger und die bis heute gepflegte Kirchenmusik.
Was dieses Objekt besonders macht
Das zwischen 1798 und 1805 geschaffene Grabdenkmal für Erzherzogin Marie Christine gehört zu Antonio Canovas bedeutendsten Werken. In der Loretokapelle werden zudem die Herzen von 54 Angehörigen des Hauses Habsburg in Urnen verwahrt.
Geschichtlicher Hintergrund
Herzog Friedrich der Schöne stiftete Kirche und Kloster 1327; die Weihe erfolgte 1349. Seit 1783 ist St. Augustin Pfarrkirche. Nach der Aufhebung des Klosters im 19. Jahrhundert kehrten die Augustiner 1951 zurück.
Darauf lohnt sich ein Blick
Neben dem Canova-Grabmal lohnen der rund 80 Meter lange Kirchenraum, das hohe gotische Gewölbe und die reich geschnitzten barocken Kirchenbänke einen genaueren Blick.
Hier findest du den St. Augustin
Pfarrkirche St. Augustin, Wien
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