
U-Bahn-Station
Karlsplatz
Am Karlsplatz treffen U1, U2 und U4 auf ein weit verzweigtes System aus Bahnsteigen, Gängen und Passagen. Kunstinstallationen machen den unterirdischen Verkehrsknoten zugleich zu einem ungewöhnlichen öffentlichen Kunstraum.
Unter dem Karlsplatz liegt kein kompakter Bahnhof, sondern ein Geflecht aus drei U-Bahn-Linien und weitläufigen Verbindungsgängen. In den Passagen begegnen Fahrgäste ortsbezogenen Arbeiten von Ken Lum, Peter Kogler und Ernst Caramelle, darunter digitale Zahlenbilder, ein raumfüllendes Röhrenmuster und eine rund 70 Meter lange Wandgestaltung. Die Station markiert außerdem einen Wendepunkt der Wiener Verkehrsgeschichte: Vom Karlsplatz führte 1978 die erste neu gebaute Strecke des heutigen U-Bahn-Netzes zum Reumannplatz. An der Oberfläche erinnern die erhaltenen Stadtbahnpavillons Otto Wagners an die Vorgeschichte des Standorts um 1900.
Was dieses Objekt besonders macht
Mehrere großformatige Kunstprojekte sind fest in das Passagensystem integriert. Besonders prägend sind Ken Lums Medieninstallation „Pi“, Peter Koglers grafisches Röhrennetz und Ernst Caramelles Wandgestaltung in der Kulturpassage.
Geschichtlicher Hintergrund
Die frühere Stadtbahnstation am Karlsplatz gehörte zum von Otto Wagner gestalteten Wiener Stadtbahnnetz. Am 25. Februar 1978 wurde zwischen Karlsplatz und Reumannplatz das erste neu gebaute Teilstück der Wiener U-Bahn eröffnet; im selben Jahr erreichte auch die aus der Stadtbahn hervorgegangene U4 den Karlsplatz. Die U2 kam im Zuge des Grundnetzes hinzu.
Darauf lohnt sich ein Blick
Die Kunstwerke verteilen sich auf unterschiedliche Verbindungsgänge. Sehenswert sind besonders die Westpassage in Richtung Secession und die Kulturpassage zwischen Oper und Resselpark.
Hier findest du die Karlsplatz
Karlsplatz, Wien
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