
U-Bahn-Station
Schottenring
Die Station Schottenring verbindet U2 und U4 auf mehreren Ebenen am Donaukanal. Besonders markant ist die tief liegende U2, deren Bahnsteige den Kanal schräg unterqueren.
Am Schottenring kreuzen sich zwei sehr unterschiedliche Kapitel der Wiener Verkehrsgeschichte: die aus der Stadtbahn hervorgegangene U4 und die 2008 neu angelegte, tief unter dem Donaukanal verlaufende U2. Lange Rolltreppen und Verbindungsgänge machen den Höhenunterschied zwischen beiden Linien unmittelbar erfahrbar. Am Ausgang Herminengasse erinnert Michaela Meliáns dauerhaftes Kunstprojekt „Herminengasse“ mit einem Geflecht aus Linien, Häusern und Deportationswegen an die jüdischen Bewohnerinnen und Bewohner der gleichnamigen Straße.
Was dieses Objekt besonders macht
Die 2008 eröffnete U2-Station liegt schräg unter dem Donaukanal und besteht aus zwei getrennten Stationsröhren. Eine weitere Besonderheit ist das Kunst- und Gedenkprojekt „Herminengasse“ von Michaela Melián am nördlichen Ausgang.
Geschichtlicher Hintergrund
Die erste Station Schottenring entstand für die Donaukanallinie der Wiener Stadtbahn und wurde 1901 eröffnet. Beim Ausbau zur U-Bahn wich das ursprüngliche, von Otto Wagner entworfene Aufnahmegebäude in den 1970er-Jahren einem Neubau. Von 1980 bis 2008 endete die U2 hier auf gleicher Ebene wie die U4; für die Verlängerung zum Stadion wurde eine neue U2-Station unter dem Donaukanal gebaut und am 10. Mai 2008 eröffnet.
Darauf lohnt sich ein Blick
Am Ausgang Herminengasse die beiden großformatigen Wandbilder beachten: Linien verbinden die Häuser der Straße mit den Konzentrationslagern, in die jüdische Bewohnerinnen und Bewohner deportiert wurden.
Hier findest du die Schottenring
Schottenring, Wien, Österreich
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