
Café Central
Der hohe Säulensaal im Palais Ferstel verbindet Wiener Kaffeehauskultur mit der Architektur eines ehemaligen Bank- und Börsengebäudes. Berühmt wurde das Café Central als Treffpunkt von Schriftstellern, Künstlern und politischen Denkern um 1900.
Das Café Central ist weniger wegen eines einzelnen historischen Ereignisses bekannt als wegen der ungewöhnlichen Dichte prominenter Stammgäste: Peter Altenberg, Alfred Polgar, Arthur Schnitzler, Sigmund Freud und Leo Trotzki gehörten zu seinem Umfeld. Es liegt im Erdgeschoss des von Heinrich von Ferstel entworfenen Palais Ferstel, dessen venezianisch und florentinisch geprägte Architektur ursprünglich Nationalbank und Börse aufnahm. Der Säulensaal, die hohen Gewölbe und die reiche Innenausstattung geben dem Kaffeehaus einen deutlich repräsentativeren Rahmen als üblich. Nach jahrzehntelanger Schließung kehrte das Café in den 1980er-Jahren in seine historischen Räume zurück.
Was dieses Objekt besonders macht
Im Eingangsbereich erinnert eine lebensgroße Figur an den Schriftsteller Peter Altenberg, der das Café als Arbeitszimmer, Salon und zeitweise sogar als Postadresse nutzte.
Geschichtlicher Hintergrund
Das Café Central wurde 1876 von Gustav und Hermann Pach eröffnet. Um 1900 entwickelte es sich zu einem wichtigen Treffpunkt des geistigen und literarischen Wien; die Stammgäste bezeichneten sich als „Centralisten“. 1943 schloss das Café, während die Räume später unter anderem als Lager und Basketballhalle dienten. Nach der Revitalisierung des Palais wurde das Central zunächst im Arkadenhof und 1986 wieder im Säulensaal eröffnet.
Darauf lohnt sich ein Blick
Neben dem Säulensaal lohnen die architektonischen Details des Palais Ferstel einen Blick: Gewölbe, Stuckmarmor, Holzvertäfelungen und die angrenzende Ferstelpassage gehören zum historischen Zusammenhang des Cafés.
Praktische Informationen
Hier findest du das Café Central
Café Central, Wien
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