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Fotografiert vom Joggel
Denkmal

Maria-Theresien-Denkmal

Nicht nur Maria Theresia, sondern ein ganzer Staatsapparat aus Militär, Diplomatie, Verwaltung, Wissenschaft und Kunst wird hier zum Denkmal. Das monumentale Herrscherbild ist ein Hauptwerk des Wiener Historismus und bildet den Mittelpunkt des Maria-Theresien-Platzes.
Das Denkmal steht zwischen Kunsthistorischem und Naturhistorischem Museum im Umfeld der Hofburg. Auf dem breiten, streng symmetrischen Unterbau thront Maria Theresia mit erhobener rechter Hand; links hält sie Szepter und die Urkunde der Pragmatischen Sanktion, die ihre Nachfolge absichern sollte. Unterhalb sitzen die Allegorien Gerechtigkeit, Kraft, Milde und Weisheit. Weitere Figurengruppen verkörpern Diplomatie, Verwaltung, Militär, Wissenschaft und Kunst. Vier Reiterstandbilder stellen die Feldherren Daun, Laudon, Traun und Khevenhüller dar. Caspar von Zumbusch schuf das Figurenprogramm, Carl von Hasenauer die architektonische Anlage. Als Zentrum des Platzes war das Monument Teil des nur teilweise verwirklichten Kaiserforums.

Was dieses Objekt besonders macht

Unverwechselbar ist die hierarchische Ordnung der Figuren: Maria Theresia bildet die Spitze, während reale Persönlichkeiten ihrer Epoche nach staatlichen und gesellschaftlichen Aufgaben gruppiert sind. Dazu gehören Kaunitz, Haugwitz, van Swieten und Gluck sowie Mozart als Kind. Das Denkmal entwirft damit weniger ein Einzelporträt als das politische Selbstbild der späten Habsburgermonarchie.

Geschichtlicher Hintergrund

Kaiser Franz Joseph I. kündigte das Denkmal im Februar 1873 an; den Auftrag erhielt Caspar von Zumbusch. Die Ausführung begann 1874, der Standort zwischen den geplanten Hofmuseen war früh festgelegt. Enthüllt wurde das Monument am 13. Mai 1888, im 40. Regierungsjahr Franz Josephs, vor Mitgliedern der kaiserlichen Familie und zahlreichen geladenen Gästen. Die Zeremonie war als staatlich-monarchische Demonstration angelegt und wurde umfangreich fotografisch und journalistisch dokumentiert.

Darauf lohnt sich ein Blick

Auf die Attribute der Zentralfigur achten: die grüßend erhobene Hand sowie Szepter und Pragmatische Sanktion. Direkt unter dem Thron sitzen vier weibliche Tugendallegorien. Die vier Reiterfiguren sind von den stehenden Gruppen der Berater, Beamten, Gelehrten und Künstler zu unterscheiden. Bemerkenswert ist außerdem der Zusammenhang mit den beiden Hofmuseen: Denkmal, Platz und Museumsbauten gehören zu derselben imperialen Gesamtplanung.

Hier findest du Maria-Theresien-Denkmal

Maria-Theresien-Denkmal, Wien, Österreich

Teile dieses Inhalts wurden mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.