
Naturhistorisches Museum
Das Naturhistorische Museum Wien verbindet naturwissenschaftliche Sammlungen mit einem historistischen Gesamtkunstwerk, dessen Architektur selbst Teil des Ausstellungskonzepts ist. Besonders prägend sind die Kuppelhalle, das reich ausgestattete Stiegenhaus und die systematisch angelegten Schausäle.
Hier wird Naturgeschichte nicht nur ausgestellt, sondern in Architektur übersetzt: Fassadenfiguren, Wandbilder und Skulpturen erzählen von Naturkräften, Forschung und wissenschaftlichem Fortschritt. Gottfried Semper und Carl Hasenauer entwarfen das Museum als Gegenstück zum Kunsthistorischen Museum auf der anderen Seite des Maria-Theresien-Platzes. Unter der von Helios bekrönten Kuppel führen die historischen Säle von Mineralien und Fossilien über die Urgeschichte bis zur Tierwelt. Zu den bekanntesten Sammlungsstücken gehört die rund 29.500 Jahre alte Venus von Willendorf.
Was dieses Objekt besonders macht
Das Gebäude wurde konsequent auf die naturwissenschaftlichen Sammlungen abgestimmt. Architektur, Malerei und Skulptur bilden ein historistisches Gesamtkunstwerk, dessen Bildprogramm die Erforschung der Natur thematisiert.
Geschichtlicher Hintergrund
Die kaiserlichen Naturaliensammlungen gehen bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts zurück. Der Museumsbau entstand von 1871 bis 1881 nach Plänen von Gottfried Semper und Carl Hasenauer; Kaiser Franz Joseph I. eröffnete ihn am 10. August 1889.
Darauf lohnt sich ein Blick
Auf der Kuppel steht eine Bronzefigur des Sonnengottes Helios. Auch die Forscherfiguren an der Balustrade und das Deckengemälde „Der Kreislauf des Lebens“ im Stiegenhaus gehören zum naturwissenschaftlichen Bildprogramm.
Praktische Informationen
Hier findest du das Naturhistorisches Museum
Naturhistorisches Museum, Wien
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