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Fotografiert vom Joggel

Westfriedhof

Elf überdimensionale Lichtkuppeln in Gelb, Rot und Blau machen den U-Bahnhof Westfriedhof zu einem der markantesten Innenräume der Münchner U-Bahn. Das farbige Licht trifft auf roh belassene Betonwände und eine blau ausgeleuchtete Decke.
Das Lichtkonzept von Ingo Maurer prägt den gesamten Bahnsteig: Elf abgehängte Aluminiumkuppeln mit jeweils 3,80 Metern Durchmesser gliedern ihn in gelbe, rote und blaue Abschnitte. Blaue Leuchtmittel oberhalb der Schirme betonen zugleich die grobe Struktur von Wänden und Decke. Diese Oberflächen sind keine nachträgliche Dekoration, sondern sichtbare Spuren der beim Bau verwendeten Schlitzwände. Der Kontrast aus präzise gesetztem Licht und nahezu unbearbeitetem Beton gibt der Station ihren unverwechselbaren Charakter.

Was dieses Objekt besonders macht

Die elf halbkugelförmigen Aluminiumleuchten verbinden direkte Bahnsteigbeleuchtung mit indirektem blauem Licht für Wände und Decke. Ihre farbigen Innenseiten und der Durchmesser von jeweils 3,80 Metern lassen sie zugleich als Leuchten und raumprägende Installation wirken.

Geschichtlicher Hintergrund

Der U-Bahnhof wurde am 23. Mai 1998 eröffnet und war bis zur Streckenverlängerung im Jahr 2003 Endstation der U1. Das Innenausbaukonzept stammt vom Architekturbüro Auer & Weber, die Lichtplanung von Ingo Maurer und seinem Team. Eine zunächst vorgesehene Verkleidung der Wände mit mattem Glas wurde verworfen, damit die beim Bau entstandene rohe Betonstruktur sichtbar bleiben konnte.

Darauf lohnt sich ein Blick

Neben den farbigen Unterseiten der großen Lichtkuppeln lohnt sich ein Blick auf die rauen Seitenwände: Ihre unregelmäßige Struktur entstand unmittelbar durch das Bauverfahren und bildet einen bewussten Gegenpol zu den exakt ausgeführten Einbauten.

Hier findest du Westfriedhof

Westfriedhof, München

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