
Neptunbrunnen
Der Neptunbrunnen bildet den monumentalen Abschluss des Großen Parterres im Schlosspark Schönbrunn. Seine Figurengruppe verbindet barocke Gartenplanung mit einer Szene aus der antiken Mythologie.
Nicht nur als Brunnen, sondern als gezielter Blickpunkt prägt die Anlage die große Gartenachse zwischen Schloss und Schönbrunner Berg. Im Zentrum steht Neptun mit seinem Dreizack auf einem Muschelwagen, begleitet von Thetis, einer Nymphe, Tritonen und Meerespferden. Die Figuren aus Sterzinger Marmor erheben sich über einer Felsgrotte vor der geschwungenen, mit Vasen besetzten Balustrade. Das mythologische Bild vom Beherrscher des Wassers diente zugleich als Sinnbild für fürstliche Herrschaft.
Was dieses Objekt besonders macht
Thetis bittet Neptun um eine günstige Seefahrt für ihren Sohn Achill, der nach Troja aufgebrochen ist. Unterhalb der Hauptfiguren lenken Tritonen die Hippokampen genannten Meerespferde.
Geschichtlicher Hintergrund
Der Brunnen gehörte zur unter Maria Theresia geplanten Neugestaltung des Schlossparks in den 1770er Jahren. Die Arbeiten am Bassin begannen 1776 unter Hofarchitekt Johann Ferdinand Hetzendorf von Hohenberg; 1780 war die Anlage vollendet. Die wahrscheinlich ebenfalls von Hetzendorf entworfene Figurengruppe schuf Wilhelm Beyer.
Darauf lohnt sich ein Blick
An der Rückseite der Anlage lässt sich die Felsgrotte unter der Neptungruppe durchqueren. Von dort öffnet sich ein gerahmter Blick über das Brunnenbecken und das Große Parterre zum Schloss.
Hier findest du den Neptunbrunnen
Neptunbrunnen im Schlosspark Schönbrunn, Wien
Teile dieses Inhalts wurden mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.