
Gebäude
Ruine des Smallpox Hospital
Das Smallpox Hospital wurde 1856 als eines der ersten Spezialkrankenhäuser für Pockenpatienten in den USA eröffnet. Die neugotische Ruine zählt heute zu den eindrucksvollsten historischen Bauwerken New Yorks und steht als geschütztes Denkmal im Southpoint Park auf Roosevelt Island.
Der burgartige Bau wirkt zunächst wehrhaft, doch seine abgeschiedene Lage erfüllte vor allem einen medizinischen Zweck: Auf dem damaligen Blackwell’s Island konnten an Pocken Erkrankte vom dicht besiedelten Stadtgebiet getrennt behandelt werden. James Renwick Jr. entwarf das 1856 eröffnete Krankenhaus mit symmetrischer Westfassade, turmartigem Eingang und ungewöhnlich zugespitzten Fensteröffnungen im obersten Geschoss. Heute fehlen Dach und Geschossdecken; verwittertes Mauerwerk und die brüchige Silhouette machen sowohl die neugotische Gestaltung als auch den langen Verfall sichtbar.
Was dieses Objekt besonders macht
Unverwechselbar ist der Gegensatz zwischen der fast festungsartigen Architektur und der ursprünglichen Nutzung als Isolationskrankenhaus. Der graue Gneis wurde direkt auf der Insel gebrochen.
Geschichtlicher Hintergrund
Das Krankenhaus verfügte über etwa 100 Plätze und nahm mittellose wie zahlende Patienten auf. Ab 1875 hieß es Riverside Hospital; 1886 wurde es zum Wohnheim einer Krankenpflegeschule umgenutzt und 1903 bis 1905 um zwei Flügel ergänzt. Nach der Aufgabe in den 1950er Jahren verfiel der Bau. Seit 1976 ist er ein New York City Landmark und laut National Park Service die einzige Ruine der Stadt mit diesem Status.
Darauf lohnt sich ein Blick
Achte auf die unterschiedlichen Bauphasen: Der streng symmetrische Mittelbau stammt aus den 1850er Jahren, die beiden Seitenflügel wurden erst 1903 bis 1905 ergänzt. Zinnen, Spitzbogenmotive und die fragmentierte Dachlinie prägen die Silhouette.
Hier findest du Ruine des Smallpox Hospital
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