
Gedenkstätte / Mahnmal
9/11 Names Wall in der Union Square Station
Am Abend des 10. September 2002 brachten der Künstler John Lin und 16 Helfer mehr als 3.000 transparente Namensaufkleber an einer gefliesten Wand der Union Square Station an. Jeder Aufkleber erinnert an eines der Opfer der Terroranschläge vom 11. September 2001 und nennt den Wohnort der Person. Die bewusst schlichte Installation ist bis heute erhalten und zählt zu den bewegendsten, aber oft übersehenen 9/11-Gedenkorten New Yorks.
Die Namen stehen nicht auf Stein oder Bronze, sondern auf schlichten, transparenten Adressetiketten – gerade diese Alltäglichkeit prägt die Wirkung des Mahnmals. Der Künstler John Lin brachte sie in der Nacht zum 10. September 2002 gemeinsam mit 16 Helfern an, unmittelbar vor dem ersten Jahrestag der Anschläge. Die nicht von der MTA beauftragte Arbeit blieb an der Wand und wurde Teil des viel genutzten Bahnhofs. Nach mehr als zwei Jahrzehnten sind zahlreiche Beschriftungen verblasst oder beschädigt, wodurch die Vergänglichkeit der Installation selbst sichtbar wird.
Was dieses Objekt besonders macht
Jedes Etikett trägt den Namen eines Opfers, den damaligen Wohnort und das Datum 11. September 2001. Die serielle Anordnung folgt dem Raster der weißen Stationsfliesen und kommt ohne monumentale Gestaltung aus.
Geschichtlicher Hintergrund
John Lin ließ die Namen nach dem damals bekannten Opferverzeichnis auf transparente Etiketten drucken. Am Abend des 10. September 2002 befestigte er sie mit 16 Helfern in wenigen Stunden an der Wand; die Aktion war nicht von der MTA genehmigt, wurde jedoch nicht entfernt.
Darauf lohnt sich ein Blick
Viele Etiketten sind inzwischen stark verblasst. Einzelne Namen lassen sich nur noch aus kurzer Entfernung lesen.
Hier findest du die 9/11 Names Wall in der Union Square Station
Union Square Subway Station, New York City
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