
Gebäude
Palais Preysing
Die reich gegliederten Fassaden des Palais Preysing markieren einen frühen Höhepunkt des Münchner Rokoko. Joseph Effners Stadtpalais steht unmittelbar gegenüber der Residenz und grenzt an die Feldherrnhalle.
Feines Band- und Blattwerk überzieht die Fassaden, ohne ihre klare Gliederung aufzulösen – ein Zusammenspiel, das für die weitere Entwicklung der Münchner Rokokoarchitektur wegweisend wurde. Joseph Effner errichtete das Palais von 1723 bis 1728 für Johann Maximilian IV. Emanuel Graf von Preysing-Hohenaschau. Der Bau besetzt den schmalen Block zwischen Residenzstraße, Viscardigasse und Theatinerstraße und tritt damit an drei Seiten in Erscheinung. Nach schweren Kriegsschäden wurden die Fassaden und das Treppenhaus zwischen 1957 und 1960 unter Leitung des Architekten und Denkmalpflegers Erwin Schleich rekonstruiert.
Was dieses Objekt besonders macht
Das Palais gilt als eines der frühesten Rokokopalais Münchens. Besonders kennzeichnend ist die Verbindung aus regelmäßiger Fassadenordnung und dichtem, französisch beeinflusstem Régence-Dekor mit eigenständig süddeutscher Ausprägung.
Geschichtlicher Hintergrund
Das Palais entstand 1723 bis 1728 nach Plänen des kurbayerischen Hofbaumeisters Joseph Effner. Bei einem Luftangriff am 15. April 1944 wurden das Gebäude und sein Prunktreppenhaus schwer beschädigt. Erwin Schleich rekonstruierte von 1957 bis 1960 die historischen Fassaden und das Treppenhaus und verband sie mit der Nutzung als modernes Büro- und Geschäftshaus.
Darauf lohnt sich ein Blick
An der schmalen Viscardigasse lassen sich die plastischen Stuckornamente aus geringer Entfernung betrachten. Auch der Wechsel zwischen den drei unterschiedlich wahrnehmbaren Straßenfassaden lohnt einen Rundgang um den Block.
Hier findest du das Palais Preysing
Palais Preysing, München, BY, Deutschland
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