
Arena / Stadion
Olympiastadion München
Das weit gespannte, transparente Zeltdach macht das Olympiastadion zu einem Schlüsselbau der deutschen Nachkriegsmoderne. Stadion, Dach und modellierte Parklandschaft bilden dabei ein bewusst offenes Ensemble.
Nicht monumentale Schwere, sondern Transparenz und fließende Formen bestimmen das Olympiastadion. Behnisch & Partner und Frei Otto verbanden die teilweise in das Gelände eingelassene Arena mit einer weit gespannten Seilnetzkonstruktion, die sich über die Sportstätten des Olympiaparks zieht. Der Bau entstand für die Olympischen Sommerspiele 1972 und sollte das Bild eines offenen, demokratischen Deutschlands vermitteln. Später war das Stadion Schauplatz des Fußball-WM-Finales von 1974, langjährige Heimstätte des FC Bayern München und des TSV 1860 München sowie Bühne für Sportereignisse und Konzerte.
Was dieses Objekt besonders macht
Die rund 75.000 Quadratmeter große Zeltdachlandschaft besteht aus einem an Pylonen aufgehängten Seilnetz mit transparenten Acrylglasplatten. Zusammen mit der abgesenkten Arena lässt sie das Stadion ungewöhnlich leicht und eng mit dem Olympiapark verbunden erscheinen.
Geschichtlicher Hintergrund
Das Stadion wurde am 26. Mai 1972 eröffnet und war wenige Monate später der zentrale Austragungsort der Olympischen Sommerspiele. 1974 gewann die deutsche Nationalmannschaft hier das WM-Finale gegen die Niederlande; bis 2005 nutzten vor allem der FC Bayern München und zeitweise der TSV 1860 München die Arena als Heimspielstätte.
Darauf lohnt sich ein Blick
Auf das Zusammenspiel von abgesenkten Tribünen, künstlich modellierter Landschaft, Seilnetz und weit außen stehenden Pylonen achten. Die Konstruktion erschließt sich besonders gut aus etwas größerer Entfernung im Olympiapark.
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