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Fotografiert vom Joggel

Mahnmal für die Opfer des Faschismus

Ein abgemagerter Mann richtet sich aus kniender Haltung auf und hebt beide Arme – eine Figur zwischen Sterben, Widerstand und neu gewonnener Kraft. Walter Arnolds Bronze steht seit 1948 am Beginn des Gräberfeldes für Opfer nationalsozialistischer Gewalt auf dem Leipziger Südfriedhof.
Die widersprüchliche Bewegung der Figur macht das Mahnmal eindringlich: Der geschwächte Körper scheint zugleich niederzusinken und sich aufzurichten. Entsprechend schwanken die überlieferten Titel zwischen „Sterbender Krieger“, „Sterbender Kämpfer“ und „Aufsteigender“. Hinter der Bronze beginnt die lange Achse mit den einheitlichen Grabsteinen des ehemaligen Sozialistischen Ehrenhains – ein Ort, an dem sich frühes Nachkriegsgedenken und die spätere staatliche Erinnerungspolitik der DDR überlagern.

Was dieses Objekt besonders macht

Die Haltung der lebensgroßen Bronze bleibt bewusst mehrdeutig: Der ausgemergelte Mann kniet, richtet sich aber auf und erhebt beide Hände. Sterben und Widerstand sind so in einer einzigen Bewegung verbunden.

Geschichtlicher Hintergrund

1945 wurden entlang der Mittelachse 75 Opfer des KZ-Außenlagers Leipzig-Abtnaundorf beigesetzt. 1947/48 kamen 17 Urnen von Gegnern der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft hinzu; seit 1948 markiert Walter Arnolds Bronze den Beginn des Gräberfeldes. Von 1982 bis 1986 wurde die Umgebung zum Sozialistischen Ehrenhain umgestaltet und für staatlich geprägte Gedenkveranstaltungen genutzt.

Darauf lohnt sich ein Blick

Beachtenswert sind die erhobenen Hände, die Wendung des Kopfes und der Gegensatz zwischen dem abgemagerten Körper und seiner aufwärtsgerichteten Bewegung. Auch die Verbindung zur langen Grabachse und die überlieferten Inschriften „Die Opfer des Faschismus mahnen“ sowie „Zum Tode geführt / und siehe / wir leben“ gehören zur Aussage des Ortes.

Hier findest du Mahnmal für die Opfer des Faschismus

Südfriedhof, Leipzig, SN, Deutschland

Teile dieses Inhalts wurden mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.