
Sonstiges
FDR Hope Memorial
Roosevelt sitzt im Rollstuhl und reicht einem Mädchen mit Beinschienen und Krücken die Hand. Diese Begegnung rückt seine Behinderung ins Zentrum – einen Teil seiner Biografie, den das benachbarte Four Freedoms Memorial nicht sichtbar macht.
Die ausgestreckten Hände bilden das ruhige Zentrum der Bronzegruppe: Franklin D. Roosevelt begegnet einer jungen, ebenfalls von Polio betroffenen Person auf Augenhöhe. Meredith Bergmann entwarf keine historische Szene, sondern ein Bild gegenseitiger Anerkennung, in dem Rollstuhl, Beinschienen und Krücken bewusst sichtbar bleiben. Die Figuren stehen in einem an das Oval Office erinnernden Feld aus hellem Granit; eingelassene Zeittafeln verbinden Roosevelts Biografie mit der Geschichte von Polio, Rehabilitation und der gesellschaftlichen Anerkennung behinderter Menschen.
Was dieses Objekt besonders macht
Nicht nur das Motiv, auch der Ort folgt dem Gedanken der Inklusion: Ein taktiler Leitstreifen führt über einen flach geneigten Zugang zum Oval, ergänzt durch fühlbare Orientierungselemente und unterschiedlich ausgestattete Sitzbänke.
Geschichtlicher Hintergrund
Die Roosevelt Island Disabled Association stieß das Memorial 2010 aus Kritik an der fehlenden Darstellung von Roosevelts Behinderung im geplanten Four Freedoms Park an. Nach langen Verzögerungen wurde die Anlage am 17. Juli 2021 eingeweiht, kurz vor dem 31. Jahrestag des Americans with Disabilities Act.
Darauf lohnt sich ein Blick
Beachtenswert sind die beinahe zusammentreffenden Hände, Roosevelts historisch nachempfundener Rollstuhl sowie die Beinschienen und Krücken des Mädchens. Im Platzbelag treffen Bronze, heller Mt.-Airy-Granit und dunkler St.-John’s-Granit aufeinander.
Hier findest du FDR Hope Memorial
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