EU: Zulassungen elektrisch aufladbarer Busse steigen um 38 Prozent
Busse und Lastwagen legen häufig viele Kilometer zurück. Ihr Antrieb hat deshalb erhebliche Auswirkungen auf Energieverbrauch, Luftqualität und Treibhausgasemissionen. Elektrische Fahrzeuge können insbesondere im Stadtverkehr lokale Abgase vermeiden und bei entsprechendem Strommix die Klimabilanz verbessern. Die aktuellen Zulassungszahlen zeigen, dass elektrisch aufladbare Busse in der EU zunehmend zum regulären Angebot gehören. Besonders relevant ist die Entwicklung in Ländern wie Italien und Polen, in denen innerhalb eines Jahres erheblich mehr entsprechende Fahrzeuge zugelassen wurden. Auch bei Lastwagen entstehen größere Märkte für elektrische Antriebe. Die Entwicklung schafft Voraussetzungen für emissionsärmeren öffentlichen Verkehr und Gütertransport.
Die Zahlen beziehen sich auf Neuzulassungen zwischen Januar und September 2026. Der 28. Oktober ist das Veröffentlichungsdatum der neuen Statistik. Es handelt sich um eine dokumentierte Marktentwicklung und kein einzelnes Infrastrukturereignis. Die ACEA-Kategorie elektrisch aufladbar umfasst batterieelektrische Fahrzeuge und Plug-in-Hybride; sie ist deshalb nicht mit ausschließlich emissionsfreien Fahrzeugen gleichzusetzen. Auch Dieselbusse wurden häufiger neu zugelassen und erreichten weiterhin einen Marktanteil von 58,4 Prozent. Bei Lastwagen entfielen sogar 91,7 Prozent der Neuzulassungen auf Dieselfahrzeuge. Zudem entwickelte sich die Elektrifizierung regional unterschiedlich: In Deutschland gingen die Neuzulassungen elektrisch aufladbarer Busse gegenüber dem Vorjahreszeitraum um rund 30 Prozent zurück. Die Statistik erfasst Neuzulassungen und erlaubt keine unmittelbare Aussage darüber, wie viele ältere Dieselfahrzeuge tatsächlich ersetzt wurden.