
Bahnhof
Bahnhof Oriente
Ein Bahnhof, dessen Tragwerk selbst zum Motiv wird: Über den erhöhten Gleisen bilden Stahl und Glas ein dichtes Dach aus baumartigen Modulen. Santiago Calatravas Entwurf ist zugleich Verkehrsknoten und prägendes Bauwerk des Parque das Nações.
Das auffälligste Element liegt über den Gleisen: Vier Reihen verzweigter Stahlstützen tragen ein transparentes Dach, das an Baumkronen oder ein gotisches Gewölbe erinnert. Darunter ordnet der Bahnhof mehrere Verkehrsebenen für Fern- und Regionalzüge, Metro, Busse und Parkflächen. Die hochgelegten Bahnsteige lassen im Untergeschoss eine durchgehende Ost-West-Verbindung entstehen und überwinden so die Trennwirkung der Bahnstrecke. Der Bau zeigt besonders deutlich, wie die Infrastruktur für die Expo 98 mit der dauerhaften Neuordnung des östlichen Lissabons verbunden wurde.
Was dieses Objekt besonders macht
Die modulare Dachkonstruktion aus Stahl und Glas übersetzt das Bild einer Baumallee in ein weit gespanntes Tragwerk. Besonders markant ist das Zusammenspiel aus verzweigten Stützen, kreuzenden Bögen und den darunterliegenden Sichtbetonstrukturen.
Geschichtlicher Hintergrund
Santiago Calatrava gewann den Wettbewerb für den intermodalen Bahnhof. Die zwischen 1993 und 1998 realisierte Anlage wurde am 19. Mai 1998 unmittelbar vor Beginn der Expo 98 eröffnet und diente als wichtigster öffentlicher Verkehrszugang zum Ausstellungsgelände. Nach der Weltausstellung blieb sie ein zentraler Baustein des neu entwickelten Parque das Nações.
Darauf lohnt sich ein Blick
Neben dem gläsernen Dach über den Gleisen lohnt sich der Blick auf die unterschiedlichen Ebenen des Bauwerks: Bahnsteigbrücke, zentrale Querhalle, Metrozugang und Busbahnhof sind als zusammenhängende Raumfolge organisiert.
Hier findest du den Bahnhof Oriente
Oriente, Lissabon
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