LES, Dumbo, NoLIta: Das bedeuten die Abkürzungen der New Yorker Stadtviertel

Menschen posen vor der Manhattan Bridge

New Yorker lieben Abkürzungen. Entweder, weil sie einem ziemlich viel Zeit sparen – und die ist in New York bekanntlich knapp – oder weil sie sich einfach cooler anhören. Kein Wunder also, das es – vor allem im Stadtteil Manhattan – jede Menge Stadtviertel gibt, die man eigentlich nur von ihrer Abkürzung her kennt, nicht aber von ihren richtigen Namen.

SoHo

Soho gibt es in Manhattan und in London. Während in London der Stadtteil nach einem Jagdruf benannt ist, ist der Name in New York eine Abkürzung von „South of Housten Street“ und steht eben für das Viertel, das südlich der Houston Street und nördlich der Canalstreet liegt. Wer schick shoppen gehen möchte, ist hier genau richtig. Alle großen Marken haben neben den Shops in der Fifth Avenue hier auch nochmal ein Flagship-Store entlang des Broadways. Westlich des Broadways sind aber die cooleren Shops und die Straßen sind durchzogen mit altem Kopfsteinpflaster. Es lohnt sich also, hier mal nicht der Masse hinterher zu springen, sondern einfach mal quer zu laufen.

Übrigens noch ein Tipp, damit man nicht gleich als Tourist entlarvt wird: Houston Street spricht man „Haustn Street“ aus und nicht „Hjustn Street“. Die Straße ist nach William Houstoun benannt, einem Abgeordneten aus Georgia und nicht nach Sam Houston, der die texanische Stadt Houston“ gegründet hat.

NoHo

Gut, wenn SoHo die Abkürzung von „South of Houston Street“ ist, dann ist NoHo vermutlich die Abkürzung von „North of Houston Street“. Richtig. Das Viertel ist eigentlich ein Fortsetzung von SoHo im Norden der Houston Street und geht bis zum Astor Place. Mehr gibt es da auch nicht wirklich zu erzählen.

NoLita

NoLita steht für „Noof Little Italy“ und beschreibt damit das Viertel nördlich von Little Italy und östlich von SoHo.

NoMad

Für mich hört sich NoMad immer nach irgend etwas Militärischem an. Ist es aber nicht. Es ist schlicht und ergreifend die Abkürzung für „North of Madison Square Park“. Achtung, nicht den Madison Square Garden mit dem Madison Square Park verwechseln. Während der „Garden“ eine Veranstaltungs-Arena für bis zu 20.000 Menschen ist, handelt es sich beim „Park“ um den kleinen Park, der nördlich vom Flatiron Gebäude liegt. Die meisten Besucher lassen den Park links liegen. Kann man machen, ist aber schade. Denn oft kann man in den Park Streetart bewundern – und wenn gerade nichts ausgestellt wird, kann man sich hier kurz vom Troubel der Stadt erholen und Energie tanken. Oder einfach bei „Shake Shack“ einen Burger essen. Auch lecker!

Dumbo

Dumbo hat nichts mit einem Disney Elefanten zu tun, sondern bedeutet ganz einfach „Down Uunder Manhattan Bridge Overpass. Vor einigen Jahren war das Viertel noch so ein bisschen ein Geheimtipp und fand unter Touristen nicht wirklich Beachtung. Heute hat sich das geändert – zum einen durch den Instagram-Hotspot in der Water Street – zum anderen aber auch, weil mittlerweile das Viertel durch Geschäfte und Kneipen belebt wurde.

Seinfeld hat sich mal darüber lustig gemacht, das man das „o“ nur angehängt habe, weil niemand in einem Stadtteil „Dumb“ (übersetzt „dumm“) wohnen wollte.

Tribeca

Tribeca hört sich doch auch viel besser an, als „Triangle below Canal Street“. Aber das beschreibt ganz gut die Lage des In-Stadtviertels. Viele Schauspieler und Musiker haben hier ihre Wohnung in Manhattan. Die alten Gebäude hier wurden wirklich schön renoviert – und es lohnt sich absolut, mal nicht auf den ausgetretenen Touristenpfaden des Broadways zu spazieren, sondern einfach mal ein bisschen weiter westlich … Allerdings einer der Stars ist mir hier noch nie so wirklich begegnet.

FiDi

FiDi – oder „Financial District“ – damit ist eigentlich schon alles gesagt. Es ist das Stadtviertel rund um die Wall Street. Börse und Raging Bull sind wohl die Hauptanziehungspunkte, auch das 9/11 Memorial. Aber es gibt auch jede Menge historische Gebäude – vor allem, wenn man Richtung South Street Port geht. Hier ist ein ganzes neues Viertel entstanden – in alten Gebäuden, aber mit neuen Shops und Kneipen. Mein absolutes Lieblingsgebäude im FiDi ist das Steakhouse „Delmonico‘s“. Das sieht so ein bisschen wie ein zu klein geratenes, dafür übergewichtiges Flat Iron Building aus. Keine Ahnung, was hier die Steaks kosten, aber ich bin mir sicher, dass sie mein Budget sicher sprengen werden.

LES

LES oder „Lower East Side“ – würde das East Village noch zu dem Viertel dazu gehören, würde ich sagen: cooler Stadtteil. Es gehört aber nicht dazu … und so bleiben in der Lower East Side eigentlich nur hässliche Sozialbauten aus den 1960er Jahren. Damals hatte man einfach die Gebäude aus dem 19. Jahrhundert platt gemacht und durch gleich aussehende soziale Wohnungssiedlungen ersetzt. Etwas ähnliches passiert heute auch wieder – allerdings weichen heute die schönen alten Gebäude hässlichen Luxus-Appartments. Irgendwie lernt man nicht wirklich aus den Fehlern der Vergangenheit.

LIC

LIC ist ein Stadtviertel von Queens und steht für „Long Island City“. Früher waren hier am East River Fabriken. Davon zeugt heute noch eine alte „Pepsi“-Neon-Werbung, die einst auf dem Dach einer Abfüllanlage von Pepsi montiert war. Die Fabrik-Gebäude sind mittlerweile modernen Luxus-Appartments gewichen – die natürlich perfekten Blick auf Manhattan haben. Schön sind diese Gebäude übrigens auch nicht. Trotzdem zieht es mich immer wieder mal hier her. Grund ist der Gantry Plaza State Park. Der ist ein idealer Ort Sonnenuntergänge zu genießen.

Ich liebe New York und ich liebe es zu fotografieren. Und das sind meine Themen.

Weitere Inhalte

Instagram

Invalid OAuth access token.

Der Joggel

Ich liebe New York und ich liebe es zu fotografieren. Und das sind meine Themen.