Die George-Washington-Bridge im Nebel

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Blick von Jersey aus auf die George Washington Bridge (Foto: Jochen Enderlin)

Das Foto von der George-Washington-Bridge im Nebel entstand bei einem nicht geplanten New-York-Urlaub im Oktober 2019. Ursprünglich war der Libanon als Reiseziel geplant. Wegen der heftigen Proteste musste aber die Reise abgesagt werden und deshalb hatte ich spontan ein paar Tage New York gebucht.

Ein typischer erster Tag in New York

Das Foto selbst entstand gleich am ersten Tag – ein eigentlich typischer erster Tag für mich in New York. Wegen des Jetlags war ich früh auf den Beinen, habe die Leere des Times Squares in den frühen Morgenstunden genossen, bin weiter zum Grand Central Terminal um von dort aus das langsame Erwachen der Stadt zu erleben. Weiter ging es dann in die Bronx – zu der Treppe, die im neusten „Joker“-Film eine zentrale Rolle gespielt hat.

Highbridge Water Tower

Von dort aus war es auch nicht mehr weit zum „Highbridge Water Tower“, der schon lange auf meiner Todo-Liste steht und gar nicht so weit weg von der Joker-Treppe liegt. Der Turm wurde Ende der 1800er Jahre erbaut und muss zu dieser Zeit wohl eines der höchsten Gebäude in New York gewesen sein.

Und plötzlich stand ich vor der George-Washington-Bridge …

Nach einem kurzen Abstecher in einer der schönsten Subway-Haltestellen New Yorks stand ich dann plötzlich vor der George-Washington-Bridge. Eigentlich wollte ich unterhalb der Brücke einen kleinen Leuchtturm fotografieren. Aber als ich dann gesehen habe, dass man auch zu Fuß über die Brücke gehen kann, gab’s für mich kein halten mehr. Der neue Plan war: Rüber über die Brücke, Blick auf Manhattan genießen, weiter am Hudson Richtung Jersey City, um dann von dort mit der „Path“ oder einer Fähre nach Manhattan zurück zu fahren.

Fast wie in der Mongolei?

Was ich bei meinem Plan allerdings nicht berücksichtigt hatte, das war das Wetter. Es hatte zwar den ganzen Tag schon genieselt, dass sich das auf der Brücke aber in einen ausgewachsenen Regen verwandeln würde, bei dem auch noch der Wind die Regentropen extra stark ins Gesicht trieb, das bekam ich dann auf halbem Weg über die Brücke richtig zu spüren. Ich hab einem Kollegen, der erst kurz zuvor durch die Mongolei wandern war, ein kurzes Video geschickt, bei dem man so ein bisschen die Wetter-Situation erahnen kann …

Anstatt Blick auf Manhattan? Brücke im Nebel!

Auf der anderen Seite angekommen, musste ich dann feststellen, dass der Blick auf Manhattan aufgrund der tiefen Wolken nicht so spektakulär war, wie ich es mir vorgestellt hatte. Bis auf die Unterwäsche durchnässt habe ich hier dann das Foto aufgenommen, mit der George-Washington-Bridge im Nebel.

… und der Rückweg?

Der Rückweg – der führte dann wieder über die Brücke zurück nach Manhattan. Der Regen wurde nicht weniger, was meinen Plan zunichte machte am Hudson weiter Richtung Jersey City zu gehen – und Öffentliche Verkehrsmittel gab es auch nicht wirklich, die mich weiter gebracht hätten – also wieder zurück über die Brücke, noch mehr Regen, noch mehr Spritzwasser von Autos und noch mehr Wind, der alles nur verstärkt hat.

Meine Schuhe haben bei jedem Schritt einen Schmatzer losgelassen, so vollgesogen waren sie mit Wasser. Überall, wo ich gestanden bin, haben sich kleine Pfützen gebildet. Und meine Kleidung zwei Tage gebraucht, um wieder trocken zu werden.

Würde ich es wieder machen?

Klar! Wer mich kennt, der weiß, dass wenn es irgendwo eine Brücke gibt, über die man zu Fuß gehen kann, gibt es für mich kein Halt. Egal wie das Wetter ist, egal wie weit der Weg ist …

Ich liebe New York und ich liebe es zu fotografieren. Und das sind meine Themen.

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Der Joggel

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