Das kann man in New York machen, wenn es regnet

Eine Person mit einem pink-karierten Regenschirm läuft auf der Brooklyn Bridge (Foto: Jochen Enderlin)

Oft habe ich es noch nicht erlebt, aber es kann schon mal vorkommen, dass es in New York regnet. Das ist dann die Zeit, in der man was machen kann, was man so vielleicht nicht unbedingt auf dem Plan gehabt hätte. Hier mal ein paar Vorschläge von mir …

1. Einfach mal nix tun

Ok, ich gebe zu, das ist nicht unbedingt eine Option. Aber verlockend ist es trotzdem. Wenn man in New York ist, erlebt man jeden Tag und manchmal auch Abends so viel. Da ist es nicht verkehrt, die Dinge einfach mal langsam angehen zu lassen. Einfach im Bett liegen bleiben und nochmal rumdrehen. Man nimmt sich dafür auch sonst eh viel zu wenig Zeit. Aber natürlich, Zeit ist das, was man in New York am wenigsten hat. Deshalb gleich mal noch ein paar Vorschläge, was man stattdessen machen kann.

2. Regenschirm schnappen und über die Brooklyn Bridge

Wenn es regnet, dann ist es eigentlich der Moment, an dem man die Brooklyn Bridge auch tagsüber fast für sich alleine hat. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass man trocken auf der anderen Seite des East River ankommt. Dafür wird man aber mit tollen Reflexionen und mit einem Blick auf ein in Wolken versunkenen Manhattan belohnt.

3. Ab in die Bibliothek

Und zwar in die New York Public Library (NYPL) in der 5th. Avenue. Bis ich das erste Mal in diese Bibliothek gegangen bin, hat es fast vier Jahre lang gedauert. Und dann war auch noch das Highlight – der „Rose Main Readingroom“ für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Mittlerweile aber war ich noch ein paar Mal und auch im „Rose Main Readingroom“. Und für mich gibt es nur wenige Bibliotheken, die so schön sind.

4. Streifzug durch die Bahnhöfe New Yorks

Den Grand Central Terminal kennt jeder – klar. Und der steht eigentlich auch auf jedem Programm bei einem New York Besuch. Zumindest ist das bei mir so. Aber bei Regen kann man sich mal so richtig Zeit nehmen und alle Gänge und Ebenen erkunden. Der zweite große Bahnhof ist das „Oculus“ am World Trade Center. Vom Grand Central Terminal kommt man sogar per Subway dorthin, ohne dass man in den Regen muss. Und wer dann noch Lust darauf hat, der fährt vom Oculus mit der Path zum „Lackawanna Hoboken Terminal“. Dieser Bahnhof ist ein echtes kleine Schmuckstück.

5. Die besonderen Subway-Stationen abklappern

Wer glaubt New Yorks Subwaystationen seien alle hässlich, der irrt – und zwar gewaltig. Vor allem in der Upper-Eastside gibt es zwei Stationen, die sich wirklich lohnen. Zum einen die 181st.-Station – hier sind wunderschöne Ornamente an der Decke. Zum anderen ist dann da auch noch die 191st. Station. Zur Station führt ein Tunnel, dessen Wände mit Graffiti überzogen sind. Und dann wäre da noch die Fulton-Street-Station. Eine der neueren Stationen. Und dann wäre da noch die 9th-Street-Path-Station bei der viele Rohre an der Decke zumindest ein sehr dankbares Fotomotiv sind.

6. Transit-Museum in Brooklyn

Ich gebe ja nicht so of Empfehlungen für ein Museum – aber wer sich für die Geschichte einer der ältesten U-Bahnen der Welt interessiert, der ist hier genau richtig. Mit ca. 10 US$ ist der Eintritt auch nicht so wahnsinnig teuer. Das Museum liegt in einem stillgelegten U-Bahnhof. In einem Teil erfährt man viel über die Geschichte der Subway. In einem anderen Teil – der für mich spannendere – kann man durch die historischen U-Bahn-Wagen streifen.

7. Den Blauwal an der Decke besuchen

Noch eine Museums-Empfehlung. Das American Natural History Museum – wenn man Kinder im Schlepptau hat, dann ist dieses Museum ein Muss. Meine Eltern waren mit mir und meinem Bruder 1980 – bei meinem ersten Besuch in New York – auch hier. Ich kann mich heute noch an die Show im Planetarium erinnern. Als ich dann 2011 das erste Mal wieder in der „Neuzeit“ in New York war, sind wir auch in der Museum gegangen – und da ist mir dieser riesige Blauwal an der Decke des Museums in Erinnerung geblieben – und die ganzen Dino-Skelette …

8. Mal was ganz verrücktes machen

Etwas, was ich auch immer und immer wieder mache, das ist mit der Subway-Linie 6 bis zur Haltestelle „City Hall/Brooklyn Bridge“ fahren. Das ist die Endhaltestelle des Zuges. Der Zug fährt durch eine Wendeschleife, damit er dann wieder Fahrgäste nach Uptown mit nehmen kann. Ab anstatt an der Haltestelle auszusteigen, lohnt es sich, im Zug einfach sitzen zu bleiben. Zum einen bekommt man so leer so schnell nie wieder einen U-Bahn-Wagen, zum anderen aber durchfährt der Zug in der Wendeschleife einen stillgelegten U-Bahnhof – der einfach nur sehr, sehr schön ist. Einfach in Fahrtrichtung rechts aus dem Fenster schauen und sich verzaubern lassen …

Ich liebe New York und ich liebe es zu fotografieren. Und das sind meine Themen.

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