Sonnenuntergang bei den Zedern im Libanon

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Sonnenuntergang bei den Zedern im Chouf-Gebirge im Libanon (Foto: Jochen Enderlin)

Ich liebe nicht nur New York, ich liebe auch Sonnenuntergänge. Für mich ist das mit eine der schönsten Momente des Tages. Man muss nichts weiter tun, als der Sonne dabei zu zuschauen, wie sie hinter dem Horizont verschwindet; und wie sich der Himmel über ein sattes Abendrot in das Schwarz der Nacht verabschiedet. Man kommt zur Ruhe, man kann die Ereignisse des Tages nochmal vorbei ziehen lassen – oder man kann auch einfach nur den Moment genießen.

Das Foto vom Sonnenuntergang bei den Zedern ist im November 2010 entstanden. Mit einer kleinen Reisegruppe waren wir schon ein paar Tage durch den Libanon unterwegs und hatten schon eine ganze Menge erlebt. Bei den Zedern waren wir an einem der letzten Tage der Reise – und in der Gruppe war schon eine leichte Müdigkeit zu spüren.

Unterwegs auf kurvigen Straßen und über hohes Gebirge

Auch wenn der Libanon ein kleines Land ist, so kann man doch eine ganze Menge erleben. Und wenn sich auch die Entfernungen sich erstmal nicht so riesig anhören, es schlaucht doch ganz schön in den Bergen auf den engen kurvigen Straßen unterwegs zu sein. Dazu kommen noch die Höhenmeter, die man überwinden muss.

Die Chouf-Zedern

Dieser Tag war auch wieder vollgepackt mit jeder Menge Programm. Der Start war Morgens bei den Zedern. Energietanken beim Wandern auf den Pfaden durch das Natur-Reservat. Zedern gehören mit zu den ältesten bekannten Baumarten. Ihr Holz war in der Vergangenheit ziemlich beliebt und der Libanon als Zedern-Holz-Lieferant ziemlich bekannt. Das hatte zur Folge, dass der Baumbestand im Libanon ziemlich reduziert wurde. Heute werden die ältesten Zedern in Reservaten geschützt – und im Umfeld der Reservate werden auch wieder Zedern-Bäume aufgeforstet.

Palast von Beit ed-Din

Von den Zedern ging es dann weiter zum Palast von Bei ed-Din. Der Palast dient heute der Libanesischen Regierung als Herberge für Staatsgäste. Staatsgäste waren wir leider keine, deshalb mussten wir ganz normal Eintritt bezahlen. Aber dafür sieht man dann einen wirklich tollen Palast. Mir persönlich angetan hat es das Hamam. Wahrscheinlich aber nur deshalb, dass ich immer noch keine Idee gefunden habe, wie ich es für mich perfekt fotografieren kann.

Ehemalige Hauptstadt Deir Al-Qamar

Nächste Station dann Deir Al-Qamar. Anfang des 17. Jahrhunderts war das die Hauptstadt von Libanonberg – oder verkürzt eben vom Libanon. Die Stadt ist wunderschön am Hang gelegen, mit vielen kleinen Gassen, in denen es jede Menge kleiner Details zu entdecken gibt. Wobei ich ganz gerne vorziehe, an dem Kaffee direkt an der Hauptstraße einen Tee zu trinken und einfach nur das Geschehen zu beobachten.

Sonnenuntergang bei den Zedern

Auf der Rückfahrt kamen wir genau zur richtigen Zeit beim Zedern-Reservat vorbei, um von dort aus den Sonnenuntergang zu genießen. Für mich gibt es im Libanon zwei Orte an denen der Sonnenuntergang besonders schön ist: Am Hafen von Byblos (Jbeil) und eben bei den Zedern. Das besondere bei den Zedern: es ist einfach nur ruhig. Ideal, um den Tag noch mal gedanklich Revue passieren zu – oder einfach nur die Stelle und den Moment zu genießen; wenn sich vor einem die Ausläufer des Chouf-Gebirge im Dunst verlaufen und ganz in der Ferne am Horizont das Meer immer mal wieder ganz leicht aufblinkt.

Für die Reisegruppe war es jedenfalls ein willkommenes Innehalten, um nach einem stressigen Tag nochmal zur Ruhe zu kommen und Energie für die restliche Zeit im Libanon zu tanken.

Ich liebe New York und ich liebe es zu fotografieren. Und das sind meine Themen.

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