Aufzugfahrten zu den Aussichtsplattformen in Manhattan sind ganz schön teuer. Deshalb, welche Aussichtsplattform lohnt sich wirklich?

Wenn man mich das so fragt, ist die Antwort relativ eindeutig: keine! Ich würde das Geld lieber für einen Cocktail auf einer Roof-Top-Bar ausgeben. Das ist immer noch günstiger, als mit dem Aufzug zu einer der Aussichtsplattformen hochzufahren. Die Aussicht von so einer Roof-Top-Bar ist auch auch nicht so verkehrt und man bekommt für sein Geld dazu noch etwas zu trinken …

Blick von der Roof-Top-Bar 230 Fifth auf das Empire State Building (Foto: Jochen Enderlin)
Blick vom Root-Top der 230 Fifth Bar auf das Empire State Building

Ok, wenn man mit Kindern oder jungen Erwachsenen unter 21 Jahren unterwegs ist, ist das natürlich keine wirkliche Alternative. Denn, um in eine Roof-Top-Bar zu kommen, muss man mindestens 21 Jahre alt sein und das immer durch die Vorlage eines Ausweises belegen können – egal wie alt man ist oder aussieht.

Stellt sich die Frage also erneut – welche Plattform lohnt sich wirklich?

In keinem Fall sollte man in Erwägung ziehen, auf alle drei Aussichtsplattformen hochzufahren. Das ist das Geld nicht wert! Zumal man auf diesen Plattformen mit ganz schönen vielen Menschen um eine gute Aussicht kämpfen muss.

Bleibt zu klären, worauf es einem am Ende ankommt

  • Wem es auf eine epische Aussicht ankommt – dann hoch auf das „Top Of The Rock“. Übrigens: Wer dort den Sonnenuntergang erleben möchte, der muss mit einem Aufschlag von 10 Dollar rechnen. Muss man selber wissen, ob es das wert ist.
  • Wem es auf eine tolle Multimedia-Show ankommt – dann ist das One World Trade Center die richtige Wahl. Bei der Aufzugfahrt erlebt man, wie Manhattan sich aus dem felsigen Untergrund zu dem entwickelt hat, was es heute ist. Abschluss findet das ganze in einem echten Gänsehaut-Moment.
  • Wem es auf den Thrill ankommt – der sollte auf „The Edge“. Das ist der jüngste Zuwachs an kommerziellen Aussichtsplattformen in Manhattan. Die Plattform ragt aus dem Gebäude heraus und hat an bestimmten Stellen einen Glasboden. Wer nicht ganz schwindelfrei ist, für den ist das keine gute Wahl. Ich selber war noch nicht dort, aber der Ausblick muss sensationell sein: man hat ganz Manhattan im Blick – von Uptown nach Downtown, inklusive aller wichtigen Gebäude in der Skyline.
  • Wer ein Gebäude möchte, das cool ist – kann sich gerne in die lange Schlange beim Empire State Building einreihen. Auch wenn ich das Empire State Building echt liebe und es für mich eines der schönsten Gebäude Manhattans ist – die Aussichtsplattform hat einen großen Fehler: wenn man auf dem Gebäude selber steht, kann man es nicht sehen …

Einfach viel zu teuer, trotzdem faszinierend

Ich persönlich finde knapp 40 Dollar für eine Aufzugfahrt entschieden zu teuer. Deshalb bin ich kein Fan dieser Plattformen – aber ich war ja auch schon auf der einen oder anderen. Deshalb kann ich gut verstehen, welche Faszination von diesem Ausblick auf die Stadt ausgeht.

Am Ende komme ich dann halt doch wieder zum Anfang dieser Seite – bleibt für mich der Cocktail in einer Roof-Top-Bar …