Lohnt sich der New-York-City-Pass?

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Leere Brooklyn Bridge im Sonnenaufgang (Foto: Jochen Enderlin)

Es ist schon verlockend, was der New-York-City-Pass oder ähnliche Angebote versprechen: Eintritt für alle Hauptsehenswürdigkeiten, Fast-Lane beim Anstehen und eine Menge Geld, das man damit sparen kann. Aber lohnen sich diese Angebote wirklich?

Würde ich mit jedem verkauften New-York-City-Pass etwas Geld verdienen, würde ich sofort sagen: Das Angebot lohnt sich. Aber ich verdiene damit kein Geld und deshalb ist meine Antwort: Nope – besser Finger davon lassen! Und hier sind meine Gründe:

Pre-Paid-Eintritt ist immer schlechter, als Preis-Nachlass beim Ticketkauf

Man zahlt den Eintritt im voraus. Das ist natürlich für die Anbieter die beste Lösung. Ob man dann das Ticket dann nutzt oder nicht ist einem dann aber selber überlassen. Durch die Zeitlimitierung der Pässe, bleiben am Ende der Zeit jede Menge Dinge übrig, die man nicht mehr ansehen konnte. Oder man hat unendlich Stress alles abzuarbeiten. Fairer wäre es in meinen Augen, wenn man beim Kauf des Tickets einen Preisnachlass erhält. In Wien ist dieser Preisnachlass mit einem Besucher-Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel gebunden. Da hat man am Ende mehr davon.

Von wegen Fast-Lane!

Der Pass ist nur ein Gutschein für ein Ticket einer Sehenswürdigkeit. D. h. kommt man an der Sehenswürdigkeit an, muss man sich erst mal das reguläre Ticket holen. Dazu sind besondere „Fast-Lanes“ eingerichtet. Das Problem dabei ist nur, dass so viele Menschen mittlerweile eine Berechtigung haben, diese „Fast-Lanes“ zu nutzen, dass man dort immer wieder länger anstehen muss, als an der regulären Ticket-Schlange. Ein echter Vorteil ist das also nicht.

Man arbeitet nur die Pässe ab

… und dadurch ist man nicht mehr offen, für andere Dinge. Das ist super schade! Oft sind es nicht nur die großen Sehenswürdigkeiten, die einen Besuch in New York ausmachen, sondern die kleinen Dinge, die oft gar nicht mal so viel kosten. Und die man eigentlich nur entdeckt, wenn man nicht durch die Stadt hetzt, sondern sich treiben lässt. Wenn man in drei Tagen alles sehen möchte, was in den Pässen enthalten ist, bleibt aber wenig Zeit, sich treiben zu lassen.

Viele Dinge sind nur reine Zeitverschwendung

Busrundfahrt in den Abendstunden – ganz toll – wenn man mit dem Bus im Stau steckt und nur sehr langsam von der Stelle kommt. Man erfährt bei den Busrundfahrten zwar eine ganze Menge und hört viele Geschichten. Aber man verbrennt auch eine ganze Menge Zeit. Und Zeit ist in New York das, was man auch so schon nicht hat. Auch die Fahrt mit der Circle Line dauert ganz schön lange. Man sieht die Stadt vom Wasser aus, erfährt aber eigentlich nichts Neues.

Es gibt Alternativen, die weniger kosten

Gerade was die Fahrt mit der Circle Line angeht. Ein Fahrt mit der Fähre kostet rund ein Zehntel des Tickets der Circle Line. Wer nur eine gute Sicht auf die Freiheitsstatue haben möchte, der fährt mit der Staten Island Fähre und zahlt gar nichts.

Am Ende muss es jeder selber wissen

Ich persönlich finde, dass diese Pässe reine Geld- und Zeitverschwendung sind. Mein Tipp ist immer, eine Liste zu erstellen an Dingen, die man unbedingt sehen möchte und die auf die Urlaubszeit zu verteilen. Nicht mehr als zwei Hauptsehenswürdigkeiten an einem Tag. Daneben dann die regulären Ticketpreise schreiben – und man wird häufig günstiger wegkommen, als wenn man sich so einen Pass zulegt. Was aber viel wichtiger ist – man hat weniger Stress und kann seine Zeit in New York viel besser genießen.

Ich liebe New York und ich liebe es zu fotografieren. Und das sind meine Themen.

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Der Joggel

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